Personenzentrierte Beratung nach Carl Rogers

 

 

 

Carl Ransom Rogers ( 1902-1987)

 

War ein US-amerikanischer Psychologe und Psychotherapeut, dessen herausragende Leistung in der Entwicklung der Personenzentrierten Gesprächstherapie und dem Ausbau der Humanistischen Psychologie besteht.

Einflüsse: Alfred Adler, Friedrich Nietzsche, Otto Rank, Kurt Goldstein 

 

 

 

„Die Tür zur Erfahrung lässt sich nur von innen öffnen“

 

 

 

Personenzentrierte Beratung nach Carl Rogers

 

Der Ansatz geht davon aus, daß jeder Mensch die Fähigkeit und die Tendenz besitzt, sich konstruktiv, also zum für ihn Positiven hin zu entwickeln, um selbstverantwortlich seine Probleme zu lösen – sich also selbst zu verwirklichen.

Voraussetzung dafür ist, daß der Mensch in Beziehungen tritt, in denen ihm ermöglicht wird, sich so zu zeigen und so zu sein, wie er in Wahrheit ist. Dabei wird er immer mehr von seinen vorhanden Möglichkeiten, Fähigkeiten und Ressourcen entdecken und diese verstehen und nutzen lernen.

 

Abhängig – und dies ist auch gleichzeitig die größte Herausforderung – sind solche Beziehungen nicht von Methoden und Techniken, sondern von der echten Beziehung von Mensch zu Mensch. Nicht „Experten“ sind gefragt, sondern feinfühlige und offene Menschen. Nicht „Experten“, die sich anmaßen, es besser als andere zu wissen und daher voreilige Ratschläge geben, sondern Helfer, die bereit sind, sich ganz auf die Welt eines anderen einzulassen, die versuchen ihn zu verstehen und zu begleiten, und die dabei selbst bleiben, was sie sind: suchende, verletzliche, um das Gelingen des eigenen Lebens ringende Mitmenschen. – Transparente Gegenüber.

 

 

Uneingeschränkte Wertschätzung (Akzeptierung)

 

Aufgabe des Therapeuten ist es den Klienten widerzuspiegeln, damit dieser sich selbst besser versteht und objektiver sieht. Der Klient erkennt wie er sich seinem Idealbild annähern kann, oder dass es nötig wird, das Idealbild zu verändern (die Kluft zwischen dem Idealbild und dem Real Bild zu schließen). Dies bedeutet, dass der Therapeut dem Klienten grundsätzlich positiv gegenübersteht. Äußerungen und Erlebnisweisen des Klienten werden akzeptiert wie sie sind. Die Wertschätzung bewirkt beim Klienten eine größere Akzeptanz und Wertschätzung seiner selbst, eine angstfreiere Auseinandersetzung mit seinen Problemen.

 

Durch die echte Begegnung, der Worte und oder Handlungen des Therapeuten entsteht für den Klienten das Gefühl, dass die Beratungsstunde ihm gehört, dass er sie nutzen und die Verantwortung für sie übernehmen kann, dass sie ihm Gelegenheit bietet, ganz er selbst zu sein.” Carl Rogers

 

 

 Wirkung

  • Der Klient wird realistischer (Lebensprobleme können besser bewältigt werden)
  • Das Real-Selbst und das Ideal-Selbst rücken näher zusammen.
  • Der Klient wird weniger anfällig für das Gefühl der Bedrohung. 
  • Er gewinnt mehr Selbstvertrauen.
  • Sein Verhalten wird kreativer und flexibler.
  • Er sieht andere realistischer und erfährt größere Wertschätzung von ihnen.

  

 

„Zuhören ist das grossartigste Werkzeug das wir haben um das Potential anderer Menschen zu erschliessen.“

Carl Rogers